Atemwissen

Atmen ist Leben! Von der Geburt bis zum Tod begleitet uns der Atem und zeigt uns in allen Lebenslagen, wie es um uns bestellt ist. Wenn wir es denn hören wollen.

AtemwörterZum GähnenDer Erfahrbare Atem

 


Atemwörter

Sprechen heisst Ausatmen! Deshalb erstaunt es nicht, dass Redewendungen mit Atem oder atmen gang und gäbe sind z.B. gesiebte Luft atmen.

Zwölf Redewendungen spuckt der Redewendungen-Index zu Atem aus:

  • den Atem anhalten
  • den Atem verlieren
  • wieder zu Atem kommen
  • um Atem / Luft ringen
  • jemanden in Atem halten
  • jemandem den Atem rauben
  • Atem schöpfen / holen
  • jemandem stockt der Atem
  • ausser Atem sein / geraten
  • jemandem verschlägt es den Atem
  • einen langen / den längeren Atem haben
  • jemandem geht der Atem / die Puste / die Luft aus

Bei atmen gibt es dann aber ein paar Überraschungen:

  • gesiebte Luft atmen (ugs. im Gefängnis sitzen)
  • locker durch die Hose atmen (ugs. entspannt bleiben)
  • dazugehören wie die Luft zum Atmen
  • so wichtig sein wie die Luft zum Atmen
  • etwas / jemanden brauchen wie die Luft zum Atmen

Quelle: Der Redensarten-Index

Eine Redewendung ergänzen ...


Zum Gähnen

Das Multitalent Gähnen ist eine der ältesten Ressourcen des Organismus zur Homöostase. Es ist wie der Atem an der Schnittstelle von unbewusstem und bewusstem Verhalten und eignet sich in der komplementärtherapeutisch Arbeit zur Förderung der Selbstwahrnehmung und der Stärkung von Selbstregulation. Zwischenmenschlich ist das Gähnen ein hochansteckendes Resonanzphänomen: Allen geschieht es, alle sind sich einig: Gähnen ist wohltuend, aber unhöflich – körperliches Bedürfnis des Individuums und gesellschaftliche Konvention geraten in Widerstreit. Zum persönlichen Erleben von Gähnen wurde eine online-Umfrage mit über 800 Teilnehmenden durchgeführt. Ausgewertet werden Fragen zum Erleben und Bewerten von eigenem und fremdem Gähnen sowie zum Umgang mit Gähnimpulsen. Die differenzierte Selbstwahrnehmung unterscheidet das wertfreie körperliche Spüren vom Fühlen, der inneren Bewertung des Erlebten. Die innere Bewertung kann die Wirkung von Stressoren auf den menschlichen Organismus verstärken oder dämpfen und damit Genesung hindern oder fördern. Es kann dem Wachstum des persönlichen Wohlbefindens dienen, die innere Bewertung als Schlüssel zu den eigenen Ressourcen und als Instrument zur Selbstregulation zu entdecken. Am Beispiel Gähnen wird gezeigt, wie der Mensch durch achtsames Wahrnehmen, Bewusstwerdung und Reflexion von Gähnen zu mehr Selbstwirksamkeit gelangen kann.

Mehr lesen auf Susanne Wagners Seite zum GähnenEine Frage stellen


gähnende Katze